Die Rohstoffe unserer Produkte

Talk

Talk ist ein Magnesium-Silikat-Hydrat und schimmert seidig- bis matt-weiß. Talk kristallisiert im monoklinen System und ist mit einer Mohshärte von 1 das weichste bekannte Mineral der Erde. Die Dichte des Talkes bewegt sich im Bereich von 2,6 bis 2,8 g/cm³. Reiner Talk ist chemisch inert, in Säuren unlöslich und verfügt über eine lamellare, Plättchen-förmige Struktur. Die Mineralogie von Talk ist einzigartig und von Lagerstätte zu Lagerstätte abhängig und damit zum Teil sehr unterschiedlich. Eine weitere bekannte Modifikation und Form ist der Speckstein der sich seifig bis fettig anfühlt und auch in Form kunstfertig bearbeiteter Gegenstände häufig anzutreffen ist und bewundert werden kann.

Dolomit

Dolomit ist ein Doppelsalz, welches sich aus Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat zusammensetzt und im Idealfall mit einem Molen-Anteil-Verhältnis von 1:1 vorliegt. Die Mohshärte des Dolomit-Minerals beträgt etwa 3,5 bis 4 und es weist eine Dichte von ca. 2,9 g/cm³ auf. Die Farbe variiert von weiß über creme-färbig bis hellgrau. Dolomit besitzt außerdem eine wesentlich höhere Säurebeständigkeit, verglichen zu Calcit (Calciumcarbonat).

Klinoptilolith – Zeolith

Zeolithe sind kristalline Alumosilikate, die in Form zahlreicher Modifikationen in der Natur vorkommen. Die Zusammensetzung dieser Mineral-Gruppe kann mit der allgemeinen Formel Mx/n [(AlO2)x(SiO2)]*zH2O beschrieben werden. Die Dichte beträgt in der Regel 2,2 bis 2,5 g/cm³. Zeolithe gehören der Gruppe der Tektosilikate an, die aus mehreren [SiO4] und [AlO4]-Tetraedern, in mehrgliedrigen Ringsystemen angeordnet, bestehen. Diese kanalartigen Verknüpfungen können reversible Hydratations-, Ionenaustausch- und Molekularsiebeigenschaften aufweisen. Zeolithe besitzen außerdem eine außerordentlich hohe innere Oberfläche, die durch die charakteristische meso-poröse Struktur erreicht wird.

Titandioxid

Titandioxid ist das bekannteste, das am weitesten verbreitete, bzw. das am häufigsten verwendete und damit erfolgreichste Weißpigment überhaupt. Kaum zu glauben, dass typischerweise (in 47% der Fälle der Weltproduktion) aus dem schwarzen Ausgangsmineral (Ilmenit, FeTiO3), nach unzähligen Prozess-Schritten (Sulfat- oder Chlorid-Verfahren), ein strahlend weißes Pigment-Pulver erhalten wird. Titandioxid besitzt mehrere Mineral-Modifikationen, wobei die Formen Rutil und Anatas die bekanntesten Vertreter darstellen. Die durchschnittliche Dichte des Titandioxides (TiO2) beträgt etwa 4,2 g/cm³. Außerdem besitzt TiO2 eine sehr hohe chemische Beständigkeit, weshalb die Einsatzgebiete nahezu grenzenlos sind. Bekannt ist auch die Photo-katalytische Eigenschaft, die z.B. unangenehme Geruchstoffe und allgemein gesehen, theoretisch auch alle organischen Stoffe, in Kohlendioxid und Wasser umwandeln kann, unter Mitwirkung von UV-Licht, und weiterer, verschiedenster Moleküle.
Die herausragende optische Wirkung des Titandioxid-Pigmentes, typischerweise eingesetzt in Form sehr feiner, möglichst gleichmäßig großer Teilchen (~200 – 400 Nanometer), wird aber vor allem durch den hohen Brechungsindex erreicht, mit einer Brechzahl (optische Dichte, mit dem Symbol, n ) von 2,70 gegenüber Luft (n = 1,0), der wiederum den hohen Differenzbetrag zur Bindemittelmatrix mit der Brechzahl von n = 1,5 und damit die optimale Wechselwirkung (Streuung des Lichtes) hervorruft. Dadurch werden alle Anforderungen eines Weißpigmentes, hinsichtlich des Deck- und Aufhellvermögens, der Helligkeit und des Farbstichs optimal erreicht.